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Deutscher Sebright-Club

(Erhaltungszuchtverein seit 1926)

 

250 Jahre Sir Sebright

(mehr unter !!!Aktuell!!!)

 

                              

Sebright-Hymne:

Die Sebrights, gold und silber

ja die sind unsere Welt,

wir züchten sie seit Jahren,

weil uns sonst nichts gefällt.

Sie "ham´ne brade Fader",

mit einem schmalen Saum,

ein solches Hühnchen find´st du

wohl unter´m Himmel kaum,

wohl unter´m Himmel kaum.

 

Die Sebrights sind so zierlich,

so keck und so adrett.

Ich wäre auch schon glücklich,

wenn ich nur Sebrights hätt´,

Sie sind im Typ fein puppig,

viel schöner noch als Frau´n,

ein solches Püppchen find´st du

wohl unter´m Himmel kaum,

wohl unter´m Himmel kaum.

Text: Gottfried Eggebrecht

 

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Wissen kompakt:

90 Jahre Deutscher Sebright-Club (1926 bis 2016)

Erzüchtung der Sebright:

Vor ca. 200 Jahren ist es einem Engländer gelungen, ein anmutiges und keckes Zwerghuhn zu erzüchten welches zu den edelsten und kleinsten Rassehühnern zählt und zurecht den Namen des Erzüchters trägt.

Sir John Saunders Sebright (23.05.1767 - 15.04.1846) gilt als Schöpfer der possierlichen Sebright und brachte sie in seinen Besitzungen nördlich von London in der Grafschaft Hertfordshire zur Blüte. Neben der Viehzucht – vor allem Schafe und Geflügel – vertrat er die Grafschaft von 1807 bis 1835 als Parlamentsmitglied.

So soll John Sebright etwa um 1810 eine gelbe Zwerghenne in Norwich erworben haben, die sehr klein war und intensiv schieferfarbige Läufe hatte. Zu dieser gesellte er einen hennenfiedrigen rötlichen Hahn, den er in Watford erwarb, und eine den goldenen Hamburgern farblich ähnliche Henne. Nach fünf oder sechs Jahren erzielte er über diese Ausgangstiere die zart gesäumte Zeichnung, die er sich wünschte und festigte diese über 20 Jahre lang durch intensive Inzucht. Aus dem Zoologischen Garten, vermutlich in London, bekam er einen weißen Hahn, über den er dann die Silbernen erzüchtete. Die beiden gelben Ursprungstiere werden vermutlich Nankin-Zwerghühner gewesen sein. Diese leider sehr seltene und bei uns kaum bekannte Rasse zählt zu den ältesten Urzwerghühnern überhaupt und stammt aus Südostasien. Diese zeichnen sich durch ein gleichmäßiges Gelb mit schwärzlichem Schwanz sowie Rosenkamm und blaue Läufe aus. Dies war dann die optimale Ausgangslage.

Er wollte die Säumung der Paduaner auf ein kleines, hennenfiedriges Zwerghuhn transportieren. Diese Verbindung von Säumung und Hennenfiedrigkeit war ebenso visionär, wie auch züchterisch genial und bis heute einmalig. Denn nur in dieser Verbindung zeigt sich der Saum bei beiden Geschlechtern in Vollendung.  Nach ca. 30 Jahren war es soweit. Die ersten, wenn auch in Farbe und Säumung noch nicht so korrekten Tiere, wurden der Öffentlichkeit vorgestellt. 1815 wurde dann der erste Sonderverein für Sebrights in England gegründet. Sir John Sebright versammelte eine Schar interessierter Züchter um sich, die sich fortan regelmäßig trafen. Es war zugleich der erste Geflügelzuchtverein und auch Sonderverein weltweit. Neues Mitglied durfte nur werden, wer auf Empfehlung eines alten Mitgliedes vorgeschlagen wurde.

Über die Grundlagen und die Entstehung gab es verschiedene Darstellungen, aber die Sebright waren bereits in fast allen frühen Schriften recht ausführlich und mit klaren Merkmalen vertreten und beschrieben. Die älteste uns bekannte Darstellung stammt aus dem Jahre 1845, also noch zu Lebzeiten des Erzüchters.

Chronik des Deutschen Sebright-Club:

Um 1850 kamen vereinzelt die ersten Sebright nach Deutschland. 75 Jahre später am 23. Oktober 1926 anlässlich der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover, wurde der Deutsche Sebright-Club von 24 Personen gegründet. Baumeister Hermann Passow (Hamburg-Bergedorf) wurde 1. Vorsitzender. Innerhalb von 2 Jahren wurde eine Musterbeschreibung auf der Grundlage der aus England überlieferten Richtlinien erstellt und die ersten Sonderschauen in Leipzig und Hamburg abgehalten.

2016 feiert der Deutsche Sebright-Club somit sein 90. Gründungsjubiläum. Genauso wie heute, war das damalige Ziel, den Standard und die Vitalität der Sebright aufrecht zu erhalten, möglichst viele Zuchtfreunde für die Sebright-Zucht zu gewinnen, eine einheitliche Bewertung anzustreben und den Neuzüchtern bei der nicht immer leichten Aufzucht behilflich zu sein!

Der erste Jahresbericht erschien am 27.10.1928 und beschrieb zunächst die Vorstandsarbeit. Später folgten auch Informationen zur Zucht der Sebright. 1944 versendete der Vorsitzende Passow zum vorerst letzten Mal ein Rundschreiben an die Sebrightzüchter und bat alle Freunde der Sebrights, sich auch in der schweren Zeit des 2. Weltkrieges (1939-1945) ein Stämmchen feinster Tiere zu bewahren in der Hoffnung, der schreckliche Krieg möge bald enden. In den Wirren des 2. Weltkrieges gingen fast alle Zuchten unter.

Da aus der Zeit zwischen 1944 und Juni 1955 keine konkreten Rundschreiben existieren und Deutschland sich im Wiederaufbau befand, können aus dieser Zeit keine weiteren Angaben gemacht werden. Es sollen zwei Zuchten den Krieg überdauert haben einmal im Osten und einmal im Westen.

Bei der JHV 1954 auf der Junggeflügelschau in Hannover waren 14 Mitglieder anwesend und auf der Schau 96 Sebrights ausgestellt. 1955 erfolgte dann das erste Rundschreiben nach dem Krieg.

Durch die Teilung Deutschlands wurde auch der Club zweigeteilt. Am 19.08.1956 fand in der Gaststätte „Sankt Peter“ in Eisenach die Gründungsversammlung der „SZG Sebright der DDR“ statt.  Alfred Hasert aus Eisenach wurde  Obmann der Sonderzuchtgemeinschaft (SZG) Sebright bis 1971. 1959 wurde A.-H. Köhn neuer Vorsitzender des Sondervereins der BRD.

1963 verstarb A.-H. Köhn, übergangsweise übernahm Adolf Fischer (Düren) die Leitung. Bei der JHV 1964 wählte man  Wilhelm Esch aus Düsseldorf zum Vorsitzenden. Bei der JHV 1967 wurde Artur Redecker aus Spenge Nachfolger für den wegen Krankheit nicht mehr kandidierenden Wilhelm Esch. Günter Leithold (Thonhausen) folgte 1971 Alfred Hasert als Obmann der SZG in der DDR.

Auf der 1. Sebright-HSS 1972 in Spenge-Wellenbrück bewertete erstmals mit Chris Parker aus Blackburn ein englischer Preisrichter die deutschen Sebrights.

1976 zum 50 jährigen Jubiläum lud der 1. Vors. Artur Redecker zur „1. Deutschen Sebright-Schau“ nach Spenge ein. Mit 634 gemeldeten Tieren ein einmaliges Ergebnis.

98 jährig verstarb 1977 der Gründer des Clubs Hermann Passow (Hamburg). 

1983 wurde  Kurt Tappe aus Bünde zwischenzeitlich Nachfolger von Artur Redecker. Im gleichen Jahr wurde Heinz Schütz aus Dessau-Mosigkau Obmann der SZG. 1986 nach 3 Jahren verzichtete K. Tappe, Artur Redecker wurde wieder Vorsitzender. Zum 60. Geburtstag des Club 1986 konnte Werner Schäfer die erste Sebrightbroschüre vorstellen.

1990 bei der JHV in Büdingen wurde die Zusammenführung beider Sebright-Clubs einstimmig vollzogen. Im gleichen Jahr fand die „1. Gesamtdeutsche Sebright-Hauptsonderschau" - bei Artur Redecker in Spenge mit 400 Einzeltieren statt. Der neue Sebright-Standard wurde im Sommer 1990 vom BZA anerkannt, veröffentlicht und ist dadurch richtungsweisend.

Auf der JHV 1991 wurde ein gesamtdeutscher Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender A. Redecker, Stellvertreter Heinz Schütz, Kassierer Günther Wolf, Schriftführer Dieter Arndt, Zuchtwart Werner Schäfer, Öffentlichkeitsarbeit Otto Schäfer und als kommissarischer Jugendobmann Gottfried Eggebrecht. Werner Schäfer hatte sich bereit erklärt 2x jährlich ein Rundschreiben zu verschicken.

Zum 70. Geburtstag des Clubs wurde von Werner Schäfer ein neues Sebrightbuch herausgebracht.

1998 nach 27 Jahren als Vorsitzender stellte sich Artur Redecker nicht mehr zur Wahl. Neuer erster Mann im Club war nun Josef Rehage aus Rietberg. Das alte Musterbild von 1950 wurde durch ein neues Musterbild  von Max Holdenried (bekannter Tierzeichner seiner Zeit) ersetzt.

2001 fand die Hauptsonderschau „75 Jahre Deutscher Sebright-Club“ in Alsbach-Hähnlein/Bergstrasse statt. Im gleichen Jahr bei der 84. Nationalen in Frankfurt am Main präsentierte sich der Club mit seinen beiden Farbenschlägen in einer Stammschau.

2013 wurde Hilmar Rösemann zum 1. Vorsitzenden des DSC gewählt und löste somit Josef Rehage nach 15 Jahren treuer Vorstandsarbeit ab. Josef Rehage wurde neben Artur Redecker auf Grund seiner Verdienste zum 2. Ehrenvorsitzenden des Clubs ernannt.

2015 schickte Werner Schäfer zum letzten Mal die von Ihm gestalteten Clubnachrichten an alle Clubmitglieder. Nach 25 Jahren mühsamer Kleinstarbeit hat er den Staffelstab in jüngere Hände und an das neue Vorstandsmitglied Daniel Herrmann übergeben. 2016 erschien dann das Jubiläumsheft im neuen Design.

Leider verstarb am 9. Juni 2016 kurz nach seinem 95. Geburtstag unser Ehrenvorsitzender Artur Redecker. Er war das einzige Clubmitglied, welches älter als der Club selbst war! Jedoch werden wir seiner ehrend gedenken und in seinem Sinne die Arbeit des Deutschen Sebright-Club auch nach dem 90. Jubiläum fortsetzen und hoffen, dass sich noch viele Generationen an der Zucht der Sebright erfreuen.

Dem Club gehören zur Zeit 130 Mitglieder an, davon kommen 4 aus den Nachbarländern Dänemark, Frankreich, England und Holland. Wir freuen uns, dass sich derzeitig 9 aktive Jungzüchter in unseren Reihen befinden und zunehmend auch junge Familien an der Sebrightzucht interessiert sind.

Sebright gold und silber und der Streit um die Farbvielfalt:

Bereits in den 70er Jahren hatte der Zuchtfreund Karl Rudolph (SZG Sebright DDR) das Ziel, blaue Sebright zu erzüchten und brachte diese auch zu einer fast ausstellungsfähigen Qualität. Dies stieß jedoch auf Ablehnung bei den Mitgliedern. Unter Berücksichtigung dessen, dass es zur damaligen Zeit auch durch den BDRG zu einer Ablehnung kam, wurde die Zucht wieder aufgegeben.

Der Streit um neue Farbenschläge zog sich durch die Jahre bis heute. Gegner der neuen Farbenschläge argumentierten, dass die Sebright ein einmaliges englisches Kulturgut seien. Als Anerkennung seiner großen züchterischen Leistung wurde diese Rasse von Wegbegleitern des Sir John Sebright nach seinem Tode nach ihm benannt. Sir John hatte aber nur die Farbenschläge gold und silber aus seiner Hand gegeben. Jede Änderung oder Erweiterung der Farbenschläge sei also ein Eingriff in diesen Zusammenhang. Auch gäbe es noch genug zu tun mit den vorhandenen zwei Farbenschlägen.

Die Befürworter neuer Farbenschläge trugen und tragen zu Feld, das diese zu einer Bereicherung der Rassen- und Farbenlandschaft führen und neue Züchter requirieren können.  Weitere Argumente pro und contra führen in den Bereich der Spekulationen, nämlich ob Sir John Sebright sich über die Vielfalt freuen würde, oder – so manche Gegner – sich vor Gram im Grabe umdrehe.

Die Diskussion ist nicht abgeschlossen. 2013 schuf der Bundeszuchtausschuss (BZA) Tatsachen mit der Anerkennung des Farbenschlages chamois-weißgesäumt. Dies geschah auch auf dem Hintergrund, dass dieser Farbenschlag, der seinen Ursprung in den Niederlanden hat, in Mitgliedsverbänden des europäischen Verbandes bereits anerkannt ist. Die Erstellung eines europäischen Standards zur Harmonisierung der Zuchtziele legt dies nahe.

Die Satzung des Deutschen Sebright-Club sieht vor, dass sich der Deutsche Sebright Club um alle in Deutschland anerkannten Farbenschläge kümmert. Also nahm sich nun auch der Deutsche Sebright-Club dieses Farbenschlages an.

Eine Unterstützung der Züchter dieses neuen Farbenschlag durch den Deutschen Sebright-Club erfolgte mit dem neuen Vorstandsmitglied und 2. Schriftführer Daniel Herrmann ab 2015. Zur HSS 2015 in Bad Bentheim wurde erstmals die Möglichkeit gegeben auch auf chamois-weißgesäumte Sebright einen Clubchampion zu erringen. Jedoch wurde die erforderliche Mindestanzahl von 40 Tieren nicht erreicht und kein Titel vergeben. Somit ist 2016 nicht nur der 90. Geburtstag des Deutschen Sebright Club, sondern auch die historischen Möglichkeit aller Züchter der chamois-weißgesäumten Sebright, auf der HSS in Ascherleben als erster Clubmeister dieses Farbschlages in die Geschichte einzugehen! Wir freuen uns schon jetzt auf eine rege Beteiligung aller Züchter der drei Farbschläge. Wir heißen alle Mitglieder und auch Nichtmitglieder zur HSS am 05. und 06. November in Aschersleben herzlich willkommen!

Rassetyp im Focus:

In Deutschland sind die Sebright in drei Farbenschlägen anerkannt: silber-schwarzgesäumt, gold-schwarzgesäumt und die chamois-weißgesäumten, die sich durch die rahmweiße Säumung sowie die derzeitig etwas hellere Gesichts- und Kammfarbe unterscheiden. Oberstes Zuchtziel sollte es aber sein, sich der maulbeerfarbigen Gesichts- und Kammfarbe wie bei den goldenen und silbernen Rassevertretern anzunähern. Die drei Varianten sind in ihrem Wesen durchaus verschieden. So sind die Goldtiere viel nervöser als ihre ruhigeren, silbernen Vettern. Alle drei Farbvarianten sind in der Körperform gleich zu beurteilen.

Entscheidend  für unsere Sebright ist und bleibt aber zunächst der Typ, der bedingt durch die Befiederung bei Hahn und Henne fast identisch ist, nur in Größe und den Kopfpunkten sind Unterschiede festzustellen. Der kompakte Rumpf zeigt sich mit einer vollen und breiten Brust, die gut gerundet hervortritt und hoch getragen wird. Vom kurzen und gebogenen Hals, der betont getragen wird geht die Oberlinie in einen kurzen und hohl ausgerundeten Rücken über. Dabei treten die Schultern sichtbar hervor. Der Sattel, also der Übergang zum gut gespreizten und hoch getragenen Schwanz, soll harmonisch ausgerundet sein. Die Flügel werden tief getragen, sollen den Boden aber nicht berühren. Die Schenkel sind kurz und kräftig, treten aber nur beim Hahn etwas deutlicher hervor. Die schieferblauen Läufe sind mittellang und lassen die Tiere weder zu tief noch zu hoch stehen. Der Kopf wird merklich durch den gut gefüllten und gleichmäßig geperlten Rosenkamm geprägt. Die Struktur der Perlung sollte dabei nicht zu zart und fein sein, da dies meist mit einem kürzer werdenden Kammdorn einhergeht. Der Kammkörper sitzt fest auf dem Kopf auf und ist vorn breit angesetzt. Nach hinten hin verjüngt er sich keilförmig und läuft in den Kammdorn aus. In unserem Standard finden sich keine exakten Vorgaben wie der Dorn genau gerichtet sein soll. Ob gerade, nach oben oder unten scheint damit belanglos. Der englische Standard wünscht ihn leicht nach oben gerichtet.

Wichtig scheint jedoch, dass auch die Henne einen deutlichen Kammkörper besitzt. Die Kehllappen sind mittelgroß und gut gerundet und die mittelgroßen Ohrlappen sind rot und glatt. Der Schnabel ist dunkelhornfarbig und eher kurz. Die Augen sind groß und dunkel- bis schwärzlich braun. Der gesamte zwergenhafte Ausdruck des Zusammenspiels der Kopfmerkmale wird durch das rote bis maulbeerfarbige Gesicht unterstützt.

Das Gefieder ist kurz; fest anliegend; von dichter Struktur mit einer mandelförmigen Feder. Nach der ersten Mauser werden die Schwanzfedern bei den Alttieren kürzer.

Gern wird von englischer Seite hervorgehoben, dass Sebright ausschließlich in Silber und Gold zu züchten sind. Dies mag im Hinblick auf die Intention des Erzüchters berechtigt sein, aber auch heutige Züchter verdienen sich mit weiteren Varianten der aparten Urzwerghühner Respekt für den Erhalt der Rasse und die erhöhte Aufmerksamkeit. Inzwischen hat auch die Europäische Standardkommision klare Festlegungen getroffen und so müssen Sebright stets hennenfiedrig und gesäumt sein. Grundfarbe und Saum wiederum müssen zwei verschiedene Farben haben.

Die Befiederung ist am ganzen Körper durch mandelförmige Federn gekennzeichnet, die fest und geschlossen anliegen. Dies bildet die Grundlage für die ausgeprägte und harmonische Zeichnung.

Farbenschläge:

silber-schwarzgesäumt: Bei Hahn und Henne gleichmäßige, silberweiße Hauptfarbe mit grün glänzender schwarzer Säumung und dunkelgrauem Untergefieder. Jede Feder ist gleichmäßig breit und scharf gesäumt. Sehr schmaler, silbriger Federrand im Halsbehang gestattet. Handschwingen sind nur am Ende gesäumt.

gold-schwarzgesäumt: Bei Hahn und Henne gleichmäßig leuchtende, goldbraune Hauptfarbe, beim Hahn im Mantelgefieder etwas intensiver. Säumung wie beim Farbenschlag Silber.

chamois-weißgesäumt: Bei Hahn und Henne gleichmäßige, helle, ledergelbe Hauptfarbe, die beim Hahn etwas intensiver sein kann. Die Säumung wie beim Farbenschlag Silber jedoch rahmweiß und Untergefieder rahmweiß.

Auf die groben Fehler in Form und Typ sowie in den einzelnen Farbenschlägen möchte ich hier nicht eingehen. Diese können Sie in der Musterbeschreibung nachlesen.

Heute führt die Liste der europäischen Geflügelrassen und deren Farbenschläge bei den Sebright fünf Spielarten auf, (silber-schwarzgesäumt, gold-schwarzgesäumt, chamois-weißgesäumt, zitron-schwarzgesäumt und rahmweiss-braungesäumt) von denen zumindest vier über eine stabile Verbreitung verfügen. Alle sollen auf jeder Feder einen gleichmäßigen, nicht zu breiten und scharfen Saum zeigen, der bei den schwarzgesäumten Grünlack zeigt. In den Handschwingen genügt eine Säumung am Federende und im Hals wird ein leichter Vorsaum in der Hauptfarbe gestattet.

Bei dieser wiederum stellt die Gleichmäßigkeit den züchterischen Schwerpunkt dar. Sichtbare Pfefferung, aufgehellte Federkiele und fleckige oder ungleichmäßige Farbe gehören entsprechend zu den groben Fehlern.

Bei der Anschaffung sollte hinsichtlich der Zucht in jedem Fall das Gespräch zu erfahrenen Züchtern gesucht werden. Dies ist jeder auch noch so ausführlichen Beschreibung weit überlegen.

Diese agilen, feinen Urzwerge sind in der Haltung eine sehr anspruchslose und eine umgängliche Zwerghuhnrasse. Zu beachten ist, dass sie gute Flieger sind. Da kann eine Netzüberspannung im Vorauslauf (Voliere) recht hilfreich sein.

Egal ob in Gold, Silber, oder Chamois-Weißgesäumt, die ausdrucksstarke Zeichnung ergibt gepaart mit dem aparten Typ ein einmalig attraktives Bild. Die Sebright gehören mit dieser Ausstrahlung zu den edelsten Züchtungen die je hervorgebracht wurden und bereichern gewiss jedes Züchtergrundstück.

 (Bericht von Peter Falk; Gottfried Eggebrecht und Daniel Herrmann)

  Erringer der Leistungspreise 2014

 

 

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